Über uns

Wer sind wir

Die Idee zu Biscuits for Calais entstand im Sommer 2016 als eine Freundin für ein paar Wochen in Calais half und fleißig Rundmails schickte. Sie berichtete vom Einsatz unzähliger Freiwilliger und wie sie bei Calais Kitchens haltbare Lebensmittel für die Verteilung im inoffiziellen Refugee-Camp „Dschungel“ vorbereitete und bei der Verteilung half. Die Geflüchteten bekamen so die Möglichkeit für sich selber zu Kochen und ein Stück Unabhängigkeit und Selbstständigkeit; schließlich werden diese Menschen in Europa hilfsbedürftig gemacht. Wir begannen mehr und mehr uns für das Thema zu interessieren, spendeten Geld, diskutierten, entschieden hinzufahren. Wir wollten etwas machen, auch wenn wir nicht alle mal eben die Zeit aufbringen können, für ein paar Wochen vor Ort zuzupacken. Wir wollten mehr Aufmerksamkeit für den „Dschungel“ und die Situation der Geflüchteten in Europa allgemein, für die Rolle der Politik und für unsere Möglichkeiten in einem vergleichsweise sicheren und demokratischen Europa. So entwickelte sich die Idee, bei uns Zuhause etwas zu organisieren. Information, Kultur, Spaß, vielleicht ein wenig unbequem. Und Geld für die Organisationen vor Ort. Und somit wollen wir jetzt mit Biscuits for Calais aktiv werden. Am 14.1. starten wir so richtig durch. Tragt es in eure Kalender ein und seid gespannt!

Aber warum eigentlich Kekse?

Andere Dinge erscheinen möglicherweise wichtiger als Kekse. Sicherlich wisst ihr aber, wie viel ein Stück Schokolade in so mancher Situation wert sein kann. So ähnlich ist es mit den Keksen. Und gemeinsam mit einem Tee ermöglichen sie auch im vermutlich größten Slum Europas, einfach mal beisammen zu sitzen und ein paar vermeintlich ganz normale Momente mit der Familie, Nachbar_innen und Freund_innen zu erleben. Das halten wir für wichtig. Nun, in Zeiten der Räumung, kommt den Keksen noch eine weitere wichtige Rolle zu: Die Menschen verlieren ihre Kochstellen. Kekse sind gut haltbar und gut zu transportieren. Gleichzeitig liefern sie schnelle Kalorien. Guter Proviant für eine hoffentlich gute Reise.

Es geht um mehr als Kekse!

Bei der direkten Unterstützung von sogenannten Geflüchteten bzw. Refugees geht es natürlich um noch viel mehr als Kekse. Es geht um Trinkwasser, haltbare Grundnahrungsmittel, Feuerholz, Baumaterial, Zelte, Küchen- und Campingausrüstung, Kleidung, Hygiene-Artikel und viel mehr. Nicht zu vergessen um Informationen. All das unterstützen wir mit den Spenden die wir sammeln und bemühen uns, transparent zu machen mit welchen Organisationen wir arbeiten und was mit den Spenden gemacht wurde.
Mindestens genauso wichtig ist die politische Ebene und auch da ist das Stichwort „Kekse“ gar nicht so falsch. Es geht darum, darauf aufmerksam zu machen und dafür zu streiten, dass die sogenannten Geflüchteten bzw. Refugees schlicht und ergreifend Menschen, also unsere Mitmenschen sind. Mitmenschen die Grundrechte und Rechte haben, die gewährzuleisten und einzuhalten sind. Und zwar ohne dass sie jedes Mal dafür kämpfen müssen. Rechtsstaatlichkeit, Respekt und Anerkennung müssen für ALLE Selbstverständlichkeit sein. Und an dieser Stelle ist nicht Schluss. Jeder und jedem stehen auch Freude, Sorglosigkeit und Gemeinschaft zu. Dafür steht der Keks.

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