Update: Gestern Abend in Calais

Bei der abendlichen Essensverteilung wurde mal wieder einer der minderjährigen Flüchtenden verhaftet. In Calais gibt es kein Refugee-Camp mehr. Stattdessen gibt es hunderte Flüchtende, hauptsächlich Minderjährige aus Eritrea, Äthiopien und dem Sudan, die sich tagtäglich in kleinen Gruppen verstecken müssen. Die in Wäldern und Feldern schlafen. Bei den wenigen Gelegenheiten, Kontakt zu Helfer*innen und Hilfsorganisationen aufzunehmen, können sie von der Polizei schikaniert werden. Die Strategie ist offensichtlich, den Aufenthalt in Calais unerträglich zu machen. Wir hören von täglicher Polizeigewalt, Pfefferspray- und Schlagstock-Einsatz – vor allem nachts, wenn es sonst niemand mitbekommt.

Foto: Refugee Info Bus
Foto: Refugee Info Bus